IIFP jetzt online

Der internationale Zusammenschluss von Akteuren und Gruppen aus dem Bereich der filmkulturellen und filmkünstlerischen Arbeit hat nun auch seine web-Seite. Werden Sie Mitglied dieses offenen Forums und profitieren Sie von dem Netzwerk. Für den Herbst diesen Jahres ist ein weiteres Treffen in Planung.

Auf Einladung des Filmfestivals Münster trafen sich am 10. und 11. Oktober 16 Filmgruppen aus 12 europäischen Ländern unter dem Motto „filmLab EU“ in der Kunsthalle Münster. Die Arbeitsfelder der einzelnen Gruppen erstreckten sich von Super 8 und 16mm-Filmproduktionen über Ausbildung und Medienpädagogik im Filmbereich bis hin zur konkreten Kinoarbeit. Im Mittelpunkt und allen gemeinsam war die Förderung der unabhängigen, alternativen Filmkultur. Filmkunst, Experimentalfilm‚ ‚independent cinema’ und off-Produktionen haben keine Lobby und sitzen häufig zwischen den Stühlen Kino und Kunstsalon. In der Vorstellungsrunde wurde sehr schnell deutlich, wie viele unterschiedliche Kompetenzen, Spezialisierungen und Ressourcen die einzelnen Kollektive repräsentierten. Die Notwendigkeit diese Initativen zu bündeln, auf internationaler Ebene bekannt zu machen und das Netzwerk zu erweitern war zentrales Ergebnis des Symposiums. Die Teilnehmer gründeten die ‚International Independent Filmplatform’ (IIFP) als ein offenes Forum für filmkulturelle Arbeit im nicht-institutionalisierten Kontext. „Dieses Netzwerk war schon lange überfällig“, so die Kuratorin, Kinoleiterin und Organisatorin des Symposiums Johanna Knott. „Die einzelnen Akteure haben aufgrund ihrer prekären Lebenssituationen kaum Möglichkeiten, sich mit ihren Kollegen auf internationaler Ebene auszutauschen. Das Filmfestival Münster konnte hierfür mit Unterstützung der Kulturstiftung des LWL eine erste Plattform bieten, die äußerst konstruktiv genutzt wurde.“ So wurde beispielsweise zwischen deutschen und österreichischen Teilnehmern die Koproduktion eines Dokumentarfilms verabredet, der britische Teilnehmer akquirierte Abspielstätten für eine Filmperformance, ein Austausch analoger Filmarchive zwischen den osteurpäischen und deutschen Vertretern wurde besprochen und diverse grenzüberschreitende Workshops konnten konkretisiert werden. Einigkeit bestand auch darin, eine gemeinsame Onlineplatform zu etablieren und weitere Treffen dieser Art zu organisieren. Zum Abschluss des Treffens veranstalteten die Mitglieder der Gruppe ‚LaborBerlin’ eine beeindruckende Filmperformance unter dem Titel „A Home Inside“ mit drei modifizierten 16mm-Projektoren und Audiofile vom Laptop.

www.iifp.eu